Nostalgie pur - Ein Tag im Wald mit dem Kindergarten Hellenkamp

Hier finden Sie unseren Film "Das Waldabenteuer" von 2004. Auch heute sehen viele unserer Tage im Wald so oder so ähnlich aus.

Waldpädagogik

Einmal in der Woche gehen die Kinder, die 3 Jahre alt oder älter sind, in den Wald.

Außerdem haben die Entdecker einen weiteren Nachmittag, an dem sie den Wald am Bauwagen für sich haben.

Bei genügend Zeit lohnt sich auch schon mal ein Ausflug bis zur Jugendherberge, zum “Riesenschuh“ (Namensgeber sind die Kinder, da die Erdkuhle wie ein Schuh aussieht) oder zu den Pferden und Schafen.

 

Die Kinder lernen dabei in den verschiedenen Bereichen.

 

Grobmotorik:

Der unebene Waldboden, die Wurzeln am Bauwagen, die Kuhle am „Riesenschuh“, die Hügel an der Jugendherberge, herumliegende Baumstämme bieten sich alle dafür an, wichtige Bewegungserfahrungen zu machen.

Außerdem bietet ein/e ErzieherIn immer mal wieder an, etwas mit Seilen zu konstruieren, an dem die Kinder klettern, balancieren oder schaukeln können.

 

Feinmotorik:

Es wird zusammen mit einem Erwachsenen und einer kleinen Gruppe von Kindern geschnitzt, gesägt und mit Naturmaterialen gebastelt.

 

Wahrnehmung:

Die Kinder können den Wechsel der Jahreszeiten bewusst wahrnehmen:

• Frühling: „Wo ist der Schnee? Viele Tiere sind wieder zu sehen. Blüten wachsen, es kann etwas eingepflanzt und beim Wachsen zugesehen werden. Ich kann wieder öfters nach draußen. Es wird wärmer. Die Sonne ist häufiger zu sehen.“

• Sommer: „Es wird noch wärmer, es regnet evtl. mehr. Viele Früchte sind reif. Kurze Kleidung, es darf mit Wasser gematscht werden.“

• Herbst: „Die Blätter ändern ihre Farbe, sie fallen langsam ab, ich nehme das Rascheln der Blätter an den Bäumen durch den Wind wahr. Manche Früchte im Wald sind reif. Was machen die Tiere?“

• Winter: „Es wird kälter und es ist die Sonne wenig zu sehen, evtl. Schnee, weniger Tiere zu sehen – wo sind sie? Pfützen sind nun gefroren, Es lässt sich schwer im Sand/ in der Erde schaufeln.“

• Erleben der Wetterlagen; Regen, Hagel, Schnee, Sonne, Nebel – Erahnen des Wetters, lernen damit umzugehen.

 

Förderung der Sinne

(Hören, Schmecken, Riechen, Sehen, Fühlen, Gleichgewicht)

• Im Wald werden diese weiter geschärft, da dort weniger Ablenkung als im Gebäude ist. Dadurch dass sie auch noch mehr Platz haben gibt es mehr Rückzugsmöglichkeiten und die Aufmerksamkeit liegt mehr auf echter Umgebung und Objekten. Es gibt keine Spielzeuge, die vorschreiben, wie sie benutzt werden müssen. Blätter machen Geräusche, haben natürliche Farben (grün, gelb, braun), können riechen, können schmecken (oder auch nicht) fühlen sich rauh, glatt oder pieksig an.

 

Die Fantasie

kann sich frei entfalten, es kann experimentiert werden, weniger nach Vorgaben der Erwachsenen. In der Natur ist der Mensch nachweislich entspannter. Die Geräusche und Farben der Natur haben auch einen Einfluss darauf.

 

Die Gesundheit

und das Immunsystem wird gestärkt, es darf auch mit „Dreck“ gespielt werden. Daher ist es auch wichtig, dass das Kind nicht auf saubere Kleidung Rücksicht nehmen muss, da sonst das Spiel und somit das Lernen des Kindes gestört wird.

 

Sozial:

Es kommen weniger Aggressionen durch den höheren Platz und geringerer Lautstärke zustande. Es gibt keinen Kampf um Spielmaterial, jeder kann sich etwas suchen oder bauen.

 

Wertschätzung:

Wir sind Besucher im Wald und sollten auch den Wald danach so lassen, wie wir ihn vorgefunden haben. Das heißt, wir besprechen zusammen mit den Kindern, dass wir achtsam mit den Tieren und dem Wald umgehen. Es wird herumliegender Müll aufgesammelt und entsorgt. Es wird nichts mit in den Wald gebracht, was nicht dorthin gehört und wiederum nichts dem Wald genommen.

 

 

Die Jugendherberge

Der "Riesenschuh"

Unser Bauwagen

Wurzelwerk am Bauwagen