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Beobachtung und Dokumentation

Wir gehen davon aus, dass jedes Kind seine eigene „Sprache“, also seinen eigenen Ausdruck mitbringt. Diese eigene Sprache gründet sich sowohl auf die individuelle Geschichte und Herkunft als auch auf die jeweilige Lebenserfahrung. Unser Anspruch ist es, diese Sprache im Verhalten des einzelnen Kindes zu verstehen. Kinder stehen mit ihrer individuellen Entwicklung im Mittelpunkt. Der Bildungsprozess eines Kindes ist geleitet durch Selbstbildung. Ein Kind bildet sich selbst und bringt dazu eigene Potentiale mit. Jedes Kind lernt im eigenen Tempo, orientiert sich an eigenen Fragen, lernt in sozialen Zusammenhängen einer Kindergruppe, braucht eine je eigene Unterstützung.

Kleine Kinder haben sehr spezielle Interessen und Bedürfnisse. Sie nehmen sich selbst und die Welt anders wahr als Erwachsene. Ihre individuellen Bildungsprozessen (insbesonders die sprachliche Entwicklung) beobachten, dokumentieren und analysieren wir regelmäßig und systematisch. Die Eltern müssen der Bildungsdokumentation vorab schriftlich zustimmen. Die Ergebnisse orientieren uns an den Stärken, Kompetenzen und Interessen des einzelnen Kindes. Über Beobachtung und Dokumentation sichern wir die Qualität und Professionalität unserer pädagogischen Arbeit und machen die Ergebnisse unseres pädagogischen Handelns nachvollziehbar.

 

Das Beobachten von Bildungsprozessen

Zur Beobachtung und Dokumentation nutzen wir die Leuvener Engagiertheitsskala, im Besonderen das Verständnis der Kriterien „Emotionales Wohlbefinden“ und „Engagiertheit“ in Verbindung mit den Bildungsbereichen nach den Empfehlungen zur Bildungsförderung des Landes NRW. Die Differenzierung der Beobachtung und Auswertung nach Bildungsbereichen wurde im Rahmen des Qualitätsmanagementverfahrens 2012 im Ev. Kirchenkreis Bielefeld weiterentwickelt. Orientiert an der frühkindlichen Forschung gehen wir davon aus, dass auch bei kleinsten Kindern bereits Selbstbildungsprozesse sichtbar sind. Die Leuvener Engagiertheitsskala lässt sich angepasst an den Entwicklungsstand der Kinder im ersten bis dritten Lebensjahr genauso anwenden.

Die Sprachentwicklung des Kindes beobachten wir nach Sismik/ Seldak bzw. Liseb 1+2, BISC, DESK und andere Screeningverfahren. Sie werden in die Bildungsbeobachtung integriert.