Fehler bei der Zustellung von Bewerbungen (12.10.2020)

Leider hat es ein technisches Problem bei der Zustellung von Bewerbungen per Email gegeben. Falls Sie das betrifft oder bereits betroffen hat, lesen Sie bitte hier weiter.

Hygienekonzept für den Kindergarten Hellenkamp

 

Gern wollen wir die uns anvertrauten Kinder vor der aktuellen Pandemie schützen. Daher werden im folgenden Hygienekonzept alle neuralgischen Punkte erklärt und behandelt. Allerdings muss jedem Nutzer unseres Kindergartens klar sein, dass wir keine allumfassende Sicherheit bieten können. Kinder im Alter von 0 – 6 Jahren sind auf Nähe, Beziehung und sozialen Zusammenhalt angewiesen. Sie können sich andernfalls nicht psychisch gesund bzw. altersentsprechend entwickeln. Nähe und Beziehung (auch zwischen Kindern) gehen immer mit Körperkontakt einher. (Trösten, Vorlesen, Rollensiele, Toben usw.) So versteht es sich von selbst, dass der Sicherheitsabstand von 1,50 Meter im Kindergarten auf keinen Fall eingehalten werden kann. Auch im Esszimmer oder im Schlafzimmer ist der Sicherheitsabstand nicht möglich. Ausgehend von der Anzahl aller Kinder (105 Kinder laut Betriebserlaubnis) und der großen Größe unserer Einrichtung können wir trotzdem aus Platzgründen die Möbel nicht so weit auseinander stellen, wie es aus Infektionsschutz geraten wäre. Es bleibt also im Falle einer Infektion im Kindergarten ein Risiko für das einzelne Kind. Dessen müssen Eltern die ihr Kind in den Kindergarten bringen sich bewusst sein und Vor- und Nachteile abwägen.

 

Unserer Haltung entsprechend, ist der Kindergarten ein offenes Haus, indem alle Kinder und ihre Familien, auch andere Gäste, herzlich willkommen sind. Durch die Covid 19 Pandemie müssen wir von diesem Anspruch abweichen. Denn je weniger Menschen unsere Häuser betreten desto weniger Viren bzw. andere Krankheitskeime werden eingeschleppt. Daher bleiben unsere Haustüren für Eltern und Gäste bis auf weiteres geschlossen.

Eine Maskenpflicht gibt es in unserer Einrichtung nicht. Nur bei der Zubereitung der Mahlzeiten und beim Wechseln der Windeln muss der Mund – Nasen – Schutz getragen werden.

Die Notgruppen, die sich in der Zeit des Betretungsverbotes gebildet haben, bleiben bis zum Beginn des eingeschränkten Regelbetriebs (7.6.20) bestehen. (Vier Gruppen mit 6 Kindern, altersgemischt) Ihnen sind feste Mitarbeiterteams zugeordnet. Um die sozialen Kontakte möglichst gering zu halten, sind hier Geschwisterkinder und / oder Mutter und Kind zusammen, anders als in den Stammgruppen.

Ab dem 28.5.20 dürfen auch die Vorschulkinder in die Notbetreuung kommen. Da die Betreuungssettings auf die Anzahl von 12 bis 15 Kindern ausgeweitet wurden (siehe Fachempfehlung 15 + 17, NRW, https://www.mkffi.nrw/), werden die dazu kommenden Vorschulkinder in einer fünften Gruppe im Wintergarten betreut. Da die Ansteckungsgefahr im Freien sehr gering ist, werden wir insbesondere mit den Vorschulkindern ganz viel im Garten sein. Derzeitig betreute Vorschulkinder können die Gruppe nicht wechseln. Ab dem 8.6., mit der Rückkehr aller Kinder, wird die Arbeit in den Stammgruppen samt der dazu gehörigen Räume wieder aufgenommen. (dann müssen alle Kinder wechseln!)

Während der Zeit des eingeschränkten Regelbetriebs (ab 8.6.20) (eingeschränkter Regelbetrieb heißt: minus 10 Stunden der gebuchten Betreuungszeit pro Woche - 25 statt 35h etc.) entfallen Frühdienst (7 Uhr bis 8 Uhr), Spätdienst (16:30 Uhr bis 17:30 Uhr) und der Gartennachmittag am Freitag12:30 Uhr bis 15:30 Uhr. Alle Angebote beinhalten offene Kindergartenarbeit. Diese ist bis zum 31.08.20 nicht erlaubt. Das bedeutet, dass Kinder mit 35 Std. Betreuung von 8 Uhr bis 14 Uhr und am Freitag bis um 12:30 Uhr betreut werden. (Insgesamt 28,5 Std.) und 45 Std. Kinder von 8 Uhr bis 16:30 Uhr bzw. freitags bis 12:30 Uhr. (Insgesamt 38,5 Std.) (siehe auch https://www.mkffi.nrw/pressemitteilung/oeffnung-der-kindertagesbetreuung-im-eingeschraenkten-regelbetrieb )

 

Die Kinder werden zu folgenden Eingangspunkten gebracht:

·      Dackelgruppe: Haustür Villa (Klingel)

·      Löwengruppe: Durch die Holztür, über die Terrasse der Villa, klopfen an der Terrassentür.

·      Bärengruppe: Über die Terrasse vor der Bärengruppe, klopfen an der Terrassentür. (Rot Notbetreuung)

·      Bienengruppe: Über die Terrasse vor der Bienengruppe, klopfen an der Terrassentür. (Grün Notbetreuung)

·      Gänsegruppe: Über die Terrasse vor der Gänsegruppe, klopfen an der Terrassentür. (Blau Notbetreuung)

·      Entengruppe: Über die Terrasse vor der Entengruppe, klopfen an der Terrassentür. (Orange Notbetreuung)

·      Notbetreuung dazukommender Vorschulkinder (Pink) an der Haustür Gartenhaus

 

Da es hierbei zu einer Doppelnutzung unseres Spielplatzes kommt (Verkehrsweg + Spielfläche), werden die Eltern noch einmal auf Bring- bzw. Abholzeiten hingewiesen. (Bringen 7 Uhr (bis zum Ende der Notbetreuung) 8 Uhr bis 8:30 Uhr, oder um 9:30 Uhr, oder um 11:30 Uhr. Abholen um 12:30 Uhr, 13:30 Uhr bis 14 Uhr, oder 15:30 Uhr bis 16:30 Uhr (17:30 Uhr bis zum Ende der Notgruppe) In den anderen Zeiten ist das Gartentor verschlossen.

Bei der Übergabe der Kinder misst der Mitarbeiter die Temperatur des Kindes und lässt sich von den Eltern täglich schriftlich bestätigen (siehe Anlage), dass das Kind keine Krankheitssymptome die mit Covid 19 in Zusammenhang gebracht werden können aufweist. Und dass es auch nicht mit erkrankten Menschen (Familienmitgliedern) oder Orten die als „Hot Spots“ bekannt sind, in Zusammenhang gebracht werden kann.

Die Kinder bleiben über den Tag in ihrer Gruppe. Die Kinderbesuche zwischen den Gruppen unterbleiben. Die Kinder spielen nicht im Flur oder anderen Funktionsräumen. Die Spielflächen und Beschäftigungsmaterialien werden regelmäßig gereinigt und desinfiziert. Es wird regelmäßig gelüftet (einmal pro Stunde Stoßlüften) Angeleitete Spiele mit Körperkontakt (anfassen usw.) unterbleiben.

Gruppenübergreifende Projekte wie z.B. die Entdecker (Vorschulkinder) Waldgruppen oder Musikgruppen können nicht mehr stattfinden. Auch gemeinsame Nachmittagsprojekte müssen vorerst unterbleiben (gemeinsames Knusperkränzchen oder ähnliches)

Das Bad und die Toiletten betreten die Kinder allein oder bei mehreren Kindern mit einem Mitarbeiter. Die Toilettenkabinen werden nur von einem Kind aufgesucht. Der Windeltausch passiert nur auf der Wickelanlage. Hierfür trägt der Mitarbeiter einen Mund-Nasen-Schutz und Einmal-Handschuhe. Nach jedem Wickelvorgang wird die Auflage mit Flächendesinfektionsmittel gesäubert. Kinder und Mitarbeiter waschen sich danach ausgiebig (mit einem Lied auf den Lippen) die Hände. Bis auf weiteres trocknen sich auch die Kinder mit Papierhandtüchern ab.

Alle Kinder dürfen den Außenspielbereich nutzen. Die Mitarbeiter achten verstärkt darauf, dass Spielgeschehen auseinanderzuziehen. Das heißt: Kinder können in Kleingruppen auf dem ganzen Spielplatz sein, große Spielgruppen (mehr als 8 Kinder) werden aufgelöst. Die Mitarbeiter setzen für ihre Gruppe Akzente, so dass es auf spielerische Weise weitestgehend zur Gruppentrennung kommt.

Unsere Waldgänge finden in der gewohnten Weise weiter statt, allerdings nicht gruppenübergreifend. Hierfür haben die Kinder Matschhose, Regenjacke und Gummistiefel mit in den Kindergarten gebracht. (alles mit Namen versehen) Diese Kleidungsstücke werden einmal im Monat zum Waschen mit nach Hause gegeben.

Die Mahlzeiten werden nur in den „Knusperstübchen“ bzw. Gruppenräumen eingenommen. Jedes Kind hat hier einen festen - mit Namen gekennzeichneten – Platz. Das Frühstück bringen die Kinder von zu Hause mit. Es sollte nur vom entsprechenden Kind angefasst und gegessen werden. Das Brötchenfrühstück (einmal in der Woche) bereitet der Mitarbeiter vor. Das heißt er streicht und belegt die Brötchen für die Kinder. Die Kinder äußern einen Wunsch (Wurst, Käse oder Marmelade) und der Mitarbeiter reicht das Gewünschte an. Hierzu trägt er Mund – Nasen – Schutz und Einmalhandschuhe. Getränke können die Kinder in Plastikfeldflaschen (mit Namen gekennzeichnet) mitbringen bzw. sie bekommen einen Becher mit Wasser, Tee oder Milch gereicht. Das Müslifrühstück findet erst einmal nicht mehr statt. Die Rohkostplatte wird angeboten (wie bisher) aber die Kinder dürfen sich nicht selbständig bedienen. Auch hier reicht der Mitarbeiter das Gewünschte. Das Mittagessen wird von den Köchinnen in der Küche zubereitet. Sie tragen Mund – Nasenschutz und Einmalhandschuhe. Die Küche darf nur von ihnen betreten und benutzt werden. Anderen ist der Zugang untersagt. Der Mitarbeiter holt das Mittagessen an der Küchentür am vereinbarten Platz ab. (mit Mund – Nase – Schutz und Einmalhandschuhen) Er bringt es zum Gruppen – Esszimmer und füllt den Kindern die Speise auf. Beim Essen achtet er darauf, dass alle Kinder nur mit ihrem Besteck bzw. von ihrem Teller essen. Auch das „Knusperkränzchen“ am Nachmittag wird im Esszimmer eingenommen. Hier gelten die gleichen Regeln wie bei den genannten Mahlzeiten. Selbstverständlich waschen sich ALLE vor und nach den Mahlzeiten gründlich die Hände. Nach jeder Mahlzeit werden die Tische gereinigt und desinfiziert.

Die Schlafkinder haben jeweils ein eigenes Bett, das mit Namen gekennzeichnet ist. Die Kinder dürfen nur ihr Bett benutzen. Ihre Bettwäsche wird alle zwei Wochen gewechselt. Alternativ können Eltern gern einen Schlafsack mit geben. (mit Namen gekennzeichnet) Die Kinder ziehen sich im Gruppenraum aus und verwahren ihre Kleidung in gekennzeichneten Körben. Schnuller oder Fläschchen können mitgebracht werden, verbleiben bis zum Gebrauch im Rucksack und werden anschließend wieder dort gelagert. Die Schlafräume dürfen nicht zweckentfremdet werden (etwa zum Spielen).

Kinder die nicht mehr schlafen, ruhen sich auf einer Yogamatte aus. (wöchentliche Reinigung und Desinfektion) Die Kinder bringen eine eigene Decke (evtl. auch ein Kissen und ein Kuscheltier) von zu Hause mit. (mit Namen gekennzeichnet) Die Decke wird zum Waschen monatlich mit nach Hause gegeben.

Das Abholen der Kinder gestaltet sich wie das Bringen am Vormittag. Eltern klopfen oder klingeln an den genannten Türen. Dann warten sie, bis ihnen ihr Kind angezogen gebracht wird. (Das dauert einige Minuten, bitte warten!) Bei besonderen körperlichen Vorkommnissen (Fieber, Übelkeit usw.) bekommen die Eltern einen Gesundheitsgruß.

Das Lädchen muss leider für die Kinder geschlossen bleiben. Erwachsene können gern nach Absprache mit Erika Schröter zum Stöbern kommen. (Immer nur ein Erwachsener mit Mund – Nase – Schutz)

Die Spürnasengruppe muss weiterhin ausfallen. ( da gruppenübergreifend )

Es wird in der Folgezeit zu Gruppenschließungen kommen. Das, was wir von Eltern und Kindern erwarten, nämlich nicht mit Erkältung oder anderen Krankheitssymptomen in die Einrichtung zu kommen, gilt selbstverständlich für alle Mitarbeiter auch. Da es aber schon Usus ist, dass Erzieher mit einer Dauererkältung arbeiten, wird es zwangsweise zu Krankschreibungen kommen, was durch das Rest - Team nur sehr bedingt aufgefangen werden kann. So sind Vertretungen nur noch in den einzelnen Kooperationen möglich. (Kooperation 1 Löwe / Dackel, 2 Bär / Biene 3 Gans / Ente) Mit dieser Maßnahme soll die Rückverfolgung von Virenträgern gewährleistet werden.

Falls es einen Gesprächstermin mit einem Mitarbeiter geben soll, teilen sie uns das bitte per Mail mit. Wir werden schnell antworten und dann einen gemeinsamen Termin finden.

Wir sind uns der großen Herausforderung und der Verantwortung für die Kinder bewusst. Daher werden wir mit Sorgfalt alle oben aufgeführten Punkte umsetzen.

 

 

Anette Lütkemeier, Leiterin

Bielefeld, den 26.Mai 2020

 

Das Hygienekonzept zum Download als PDF